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Webshops erklärt

Worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Webshop beauftragen
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Worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen Webshop beauftragen
Autor
moco
Datum
13.Mai 2020

In Österreich gibt es seit einiger Zeit ein großes Angebot an Fördermöglichkeiten für Digitalisierungsmaßnahmen. Unter anderem auch für Webshops.

Eine kurze Zusammenfassung der Fördercalls: (Stand: 15.05.2020)
(Die folgenden Fördercalls sind nur ein Auszug aus den vorhandenen Förderprogrammen.)

  • KMU Digital (BMWD)
    Förderbar: Beratungs- und Umsetzungsleistungen zur Betriebsdigitalisierung
    Beratung: max. EUR 1.000,00
    Umsetzung: max. EUR 5.000,00
  • AWS Digitalisierung
    Digitalisierung von Produkten/Dienstleistungen und Prozessen
    Zuschussförderung für alle Unternehmensgrößen.
    Max. Volumen: EUR 500.000,00
  • Digitalisierungsscheck (WKÖ)
    Kofinanzierung und Zuschussförderung der WKÖ für KMU für Digitalisierungsmaßnahmen und Online-Marketing
    Max. EUR 5.000,00

Da wir in letzter Zeit sehr häufig Anfragen bekommen wie die Umsetzung eines Webshops abläuft und welche Überlegungen vor der Beauftragung eines Webshops gestellt werden müssen, fassen wir kurz zusammen was für Auftraggeber von Webshops wichtig ist.

 

Vorbereitung

Ein Webshop funktioniert in der Basisausführung grundsätzlich immer gleich. Es gibt  aber viele Varianten, in der man die Basisausführung des Webshops umsetzen kann. 
Zudem gibt es viele Anbieter, die Webshops als DIY Baukasten oder als fertige Lösung anbieten, was in vielen Fällen ausreichend und kostengünstiger ist, als einen Webshop zu beauftragen. 
Einige Anbieter für fertige Webshop-Lösungen, die keine Programmierkenntnisse erfordern:

Die Kosten für die fertigen Webshops oberhalb bewegen sich zwischen EUR 10,00 und EUR 100,00 pro Monat. Hier hat jeder Anbieter ein leicht unterschiedliches Berechnungssystem.
Im Durchschnitt kann man also einen einfachen, günstigen Webshop für ca. 5-7 Produkte um ungefähr EUR 600,00 pro Jahr betreiben. (ausgenommen Kosten für Hosting, Webspace, Mailboxen etc.) Der Nachteil von fertigen Shopsystemen ist allerdings, dass Änderungen so gut wie immer mit Kosten verbunden sind und in den günstigeren Modellen keine technischen Ansprechpartner für Beratung verfügbar sind.

 

Planung und Kategorisierung der Produkte

Hier beginnt die Unterscheidung zwischen einem einfachen Webshop und einem individualisierbaren System. Ein Shop soll für seine Benutzer einfach und intuitiv zugänglich sein und das gewünschte Produkt soll in möglichst wenigen Schritten auffindbar sein. Deshalb spielt die Kategorisierung und später Filterung der Produkte eine wesentliche Rolle.

Ein einfaches Beispiel:
Sie verkaufen verschiedene Textilien über einen Webshop.
Eines Ihrer Produkte ist ein T-Shirt, das in 3 Größen und 4 Farben verfügbar ist.
D.h. es gibt für dieses Produkt 12 mögliche Optionen.
Damit Sie in Ihrem Webshop nicht 12 Produkte (mit Fotos) anlegen müssen, erstellt man für Produktgruppen mit bestimmten Logiken.
In diesem Fall wäre die Produktgruppe: T-Shirt, mehrfärbig, mehrere Größen.

Das bedeutet weiter, dass wir schon wissen welche Filter der Benutzer später im Webshop brauchen wird.
Es wird in jedem Fall folgende Filter geben:

  • Art der Textilie: T-Shirt
  • Farbe
  • Größe

Möglicherweise verfügen Sie schon über ein Inventarisierungssystem oder haben eine Excelliste mit allen Produkten, die man automatisch in den Webshop importieren kann.
Bei einer großen Anzahl an Produkten kann man überlegen einen automatischen Import über eine Schnittstelle umzusetzen. Diese Vorgehensweise spart Ihnen die Arbeit die Produkte und Produktgruppen einzeln im Webshop anzulegen.

Weitere Fragen, die Sie sich in der Planungsphase stellen sollten:

  1. Welche Bezahlarten möchte ich anbieten?
    Neben "Kauf auf Rechnung" sind gängige Bezahlarten: Paypal, Kreditkarte, Sofortüberweisung, Clarna etc.
    Diese Bezahlarten sind alle mit laufenden Kosten von Drittanbietern verbunden. Meist nach Buchungen und Käufen abgerechnet gibt es verschiedene Modelle für verschiedene Anforderungen.
  2. Verkaufe ich nur innerhalb Österreichs oder innerhalb der EU oder international?
    Hier gilt es im Sinne der kaufmännischen Sorgfaltspflicht darauf zu achten, dass verschiedene Mehrwertsteuer Modelle zum Einsatz kommen.
    Auch in diesem Fall kann man eine automatische Berechnung in den Webshop integrieren oder ein bereits bestehendes System an Ihren Webshop anbinden.
  3. Wie wird der Versand meiner Produkte abgewickelt und die Versandkosten berechnet?
    Abhängig davon ob Sie nur in Österreich oder international verkaufen möchten, gibt es auch für Versand und Versandkostenberechnung verschiedene Möglichkeiten. Für kleine Betriebe, die ihre Logistik und Lieferung selbst organisieren möchten, haben wir Paperboy entwickelt.
    Paperboy ist ein Online Liefermanagementtool für kleine Betriebe.

 

Gerne helfen wir Ihnen in einem kostenlosen Erstgespräch die ersten Gedanken zum eigenen Webshop zu Papier zu bringen.

Wir freuen uns über Ihre Nachricht.

 

 

 

 

Credits
Redaktion
Alex Gruber
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